Kantonspolizei Aargau / 21. April 2012

Lenzburg: Polizeiaufgebot wegen Demonstration

Am Samstag versammelte sich in Lenzburg eine Gruppe junger Menschen zu einem Demonstrationszug zur Justizvollzugsanstalt. Sie demonstrierten damit ihre Solidarität zum inhaftierten Aktivisten Marco Camenisch.

Am Samstag, 21. April 2012, zirka 14.00 Uhr folgten eine Gruppe Kundgebungsteilnehmer einem Aufruf des «Revlutionären Bündnis Zürich». Via Internet wurde im voraus zu dieser Solidaritätskundgebung in Lenzburg aufgerufen.

Eine Gruppe von zirka 25 bis 30 Teilnehmern begab sich dann auf einen Fussmarsch vom Bahnhof Lenzburg zur Justizvollzugsanstalt und machte auf Ihr Anliegen aufmerksam. Die Solidaritätskundgebung galt einem im Gefängnis sitzenden Bündner Oekoanarchisten, wie aus dem veröffentlichten Aufruf hervorgeht.

Neben zahlreichen Kantonspolizisten standen auch die Regionalpolizei Lenzburg sowie die SBB Transportpolizei im Einsatz, um die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten.

Die Kundgebung verlief friedlich. Es kam zu keinen Zwischenfällen. Die Teilnehmer zogen sich nach 15.30 Uhr wieder zurück.


Aargauer Zeitung / 21. April 2012

Aktivisten machen «Knastspaziergang» zu Marco Camenisch


Blick aus einer Zelle der Strafanstalt Lenzburg Quelle: az Aargauer Zeitung

Am Samstag versammelte sich in Lenzburg eine Gruppe junger Menschen zu einem Demonstrationszug zur Justizvollzugsanstalt. Sie demonstrierten damit ihre Solidarität zum inhaftierten Aktivisten Marco Camenisch.

Camenisch ist gegenwärtig in der Strafanstalt Lenzburg inhaftiert. Die Gruppe protestierte mit ihrem «Knastspaziergang» nach eigenen Angaben gegen den Entscheid, Camenisch nicht vorzeitig aus der Haft zu entlassen. Er hätte frühestens dieses Jahr freikommen können.

Der Aktivist war durch die Sabotage von Atomanlagen in den 80er-Jahren zu Bekanntheit gelangt. Bei einer späteren Fluchtaktion soll er einen Grenzbeamten getötet haben.

Die Polizei begleitete die friedliche Kundgebung mit 25 bis 30 Teilnehmern, zu der das «Revolutionäre Bündnis Zürich» aufgerafen hatte. Der Protestmarsch endete gegen 15.30 Uhr.

Neben zahlreichen Kantonspolizisten standen auch die Regionalpolizei Lenzburg sowie die SBB Transportpolizei im Einsatz, um die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten. (mgt/cze)


Aargauer Zeitung / 19. März 2012

20-jähriges Jubiläum: «Kuzeb hat die lokale Kultur mitgeprägt»


Foto: www.bremgarterbezirksanzeiger.ch

Das Kulturzentrum «Kuzeb» in Bremgarten feiert sein 20-jähriges Bestehen mit Improvisationstheater, Musik und einem Jubiläumsbuch.

von Tim Honegger

Seit zwanzig Jahren ist die alte Kleiderfabrik in Bremgarten eine Stätte der Kultur. In dieser Zeit wurden dem Verein viele Steine in den Weg gelegt, wie der Vereinsgeschichte auf der Website www.kuzeb.ch zu entnehmen ist. «Doch heute läuft es im Kuzeb besser denn je», verkündete Lukas Walde zu Beginn der Feierlichkeiten.

Das Jubiläum verdeutlicht nicht nur den Reichtum an Erinnerungen im Kuzeb, sondern auch den Optimismus für dessen Zukunft. So machte an der Jubiläumsfeier ein demonstratives Schild auf der Bühne klar: «Hier bleiben wir Hausherr.»

Fundament für Kultur

Die neulich renovierte Mehrzweckhalle ist der beste Beweis dafür, dass im Kuzeb immer etwas im Gange ist. Oft seien es indes kleinere Projekte, die hier ins Leben gerufen werden, erklärt Michele Pizzera, Mitglied des Kollektivs. «Das Kuzeb bietet aktiven und geistreichen Leuten eine Plattform – das Fundament für eine lebendige lokale Kultur.» Pizzera ist sich bewusst, dass das Kuzeb nicht die typische Aargauer Kultur repräsentiert. Das sei auch nicht das Ziel des Vereins, «vielmehr möchten wir aufzeigen, dass es Lebensweisen abseits des Mainstreams gibt».

Was für ihn feststeht: «Das Kuzeb hat die lokale Kultur in den letzten zwanzig Jahren massgeblich mitgeprägt.» Das 20-jährige Bestehen wurde denn auch nicht mit einem 08/15-Anlass und trockenen Reden gefeiert. Stattdessen unterhielt das hauseigene Improvisationstheater die Zuschauer. Diese neue Art des Theaters basiert darauf, komplett spontan und ohne Drehbuch zu schauspielern.

Zudem werden Vorschläge aus dem Publikum direkt umgesetzt, was zuweilen zu grotesken Situationen führte. So hatte die sechsköpfige Theatergruppe dieselbe Szene in verschiedenen Genres darzustellen. Besonders skurril war der Unterschied zwischen Liebesfilm und Horrorstreifen. Für die musikalische Unterhaltung sorgte der Berner Liedermacher Peter Sarbach.

Meilenstein in der Geschichte

Der grösste Aufwand beim Kuzeb-Fest war für die Verwirklichung des knapp 200-seitigen Jubiläumsbuches nötig, die zwei Jahre in Anspruch nahm. Mehr als 20 Autoren verfassten Texte, schossen Bilder und zeichneten Karikaturen. Das Buch ist aber kein rein historisches Zeugnis, sondern erlaubt auch einen Einblick hinter die Fassade des ältesten autonomen Kulturhauses der Deutschschweiz.

Die Texte handeln von den unterschiedlichsten Themen: von Rezepten für vegane Burger bis hin zum Konzert, das während des Pfingstmarktes auf dem Dach des Kulturzentrums stattfand. Das Buch zeigt damit eindrücklich die Vielfalt des Kuzeb Bremgarten auf.

Optimistisch für 2032

Besonders stolz erklärt «die Buchgruppe», dass das Kuzeb seit Anbeginn keinen Rappen aus der Staatskasse erhalten und in den vergangenen 20 Jahren nicht einen Franken Lohn ausbezahlt habe – das sei vermutlich eine Einmaligkeit in der Schweiz.

Ermöglicht haben dies die Mitglieder, die sich allesamt ehrenamtlich für das Zentrum engagierten. Diese Mitarbeit ist ein Prinzip des Kuzeb: produzieren statt nur konsumieren. «Wenn das Kuzeb seinen Grundsätzen weiterhin treu bleibt, bin ich auch für die Zukunft in 20 Jahren optimistisch», meinte Pizzera. Die basisdemokratische Vereinsstruktur sei der Garant für das Fortbestehen des Kulturzentrums.



Aargauer Zeitung / 7. März 2012

Einer der Aarauer Autozeusler muss ins Gefängnis


Ein Angeklagter mit seinem Verteidiger auf dem Weg ins Gericht Quelle: Adrian Hunziker

Der Prozess gegen zwei linksautonome Autozeusler dauerte am Mittwoch äusserst lange. Gegen 21.30 Uhr wurde der eine zu einer dreijährigen Freiheitsstrafe verurteilt. Für den anderen muss noch ein psychologisches Gutachten erstellt werden.

von Adrian Hunziker

Vor dem Aarauer Bezirksgericht standen am Mittwoch zwei 22-jährige Linksautonome. Sie wurden beschuldigt, 2009 in sechs Fällen vornehmlich Luxusautos im Aarauer Zelgliquartier in Brand gesetzt zu haben (az berichtete).
Erst gegen 21.30 Uhr verkündete das Bezirksgericht das Urteil: Es verurteilte einen der jungen Männer wegen mehrfacher teils versuchter Brandstiftung und wegen mehrfacher Sachbeschädigung durch Sprayereien zu einer teilbedingten Freiheitsstrafe von drei Jahren. Das bedeutet: er muss für ein Jahr ins Gefängnis, die restlichen zwei Jahre der Haftstrafe werden auf Probe aufgeschoben.

Der zweite Beschuldigte wurde in den gleichen Anklagepunkten ebenfalls schuldig gesprochen. Doch das Gericht konnte für ihn noch kein Strafmass ansetzen, da zuerst ein psychologisches Gutachten erstellt werden muss. Dieses soll entscheiden, ob der junge Mann schuldfähig ist oder nicht.

Ein erster Augenschein

Die Verhandlung begann eher ungewöhnlich: Im Zelgliquartier traf sich um zehn Uhr morgens das Aarauer Bezirksgericht, die beiden Angeklagten mit Verteidigern und die Anwälte der Zivilkläger. Es wurde ein Tatort begutachtet, bei dem die Zeusler im November 2009 zwei Autos in Brand gesteckt hatten. Sie hatten Zündwürfel unter den linken Vorderreifen entzündet. Ein Übergreifen des Feuers auf die angrenzenden Wohnhäuser verhinderte ein patrouillierender Polizist.

Als um 14 Uhr die Verhandlung im Gerichtsgebäude des Aarauer Bezirksgerichtes hätte weitergehen sollen, überraschte Gerichtspräsident Thomas Müller mit den Worten: «Wegen ungenügender Sicherheitsvorkehrungen verlagern wir die Verhandlung ins Polizeikommando in der Telli.» Grund für den Ortswechsel waren wohl die vielen Sympathisanten, die die Angeklagten vor und im Gerichtssaal unterstützen wollten.

Aufnahmen der Brandstifter

Nachdem alle Involvierten die Sicherheitsbarrieren durchschritten hatten, wurde der Prozess fortgeführt. Der Einsatzleiter der Polizei, die im November 2009 wegen der vielen in Brand gesetzten Autos im Zelgliquartier patrouilliert und Kameras installiert hatte, präsentierte Videoaufnahmen.

Darauf war zwar nicht zu sehen, wie die Beschuldigten Autos in Brand steckten, jedoch genügten die Aufnahmen, die Angeklagten zu überführen. So war es nicht weiter erstaunlich, dass die jungen Männer diesen Fall der Brandstiftung zugaben. Mit den restlichen fünf Vorfällen wollten sie jedoch nie etwas zu tun gehabt gaben.



Aargauer Zeitung / 7. März 2012

Weil Sicherheit nicht gewährleistet ist, wird Verhandlung verlegt


Sympathisanten der Angeklagten besammeln sich Quelle: Adrian Hunziker

Zwei Zeusler stehen heute wegen Brandstiftung vor dem Aarauer Bezirksgericht. Sie hatten vor knapp drei Jahren in Aarau mehrere Luxuskarossen in Brand gesteckt. Weil die Sicherheitsvorkehrungen nicht ausreichten, wurde die Verhandlung verlegt.

von Adrian Hunziker

Um zehn Uhr heute Morgen traf sich das Aarauer Bezirksgericht, die beiden Angeklagten mit Verteidigern und Anwälten der Zivilkläger im Aarauer Zelgliquartier. Dort wurde ein Tatort begutachtet, bei dem die zwei linksautonomen Zeusler im November 2009 zwei Autos in Brand gesteckt hatten. Sie hatten damals Zündwürfel unter den linken Vorderreifen entzündet.

Ein Übergreifen des Feuers auf die angrenzenden Wohnhäuser verhinderte ein patrouillierender Polizist. Somit wurden nur die betroffenen Reifen des Volvos und des Opels beschädigt. Es entstand an diesem Tatort ein Sachschaden von 450 Franken.

Ein Gutachter der Aargauer Gebäudeversicherung gab aber vor Ort zum Protokoll, dass die Möglichkeit eines Übergreifens auf die Wohnhäuser bestanden hätte, wenn das Feuer nicht gelöscht worden wäre.

Unterstützung mit Musik

Nach diesem kurzen Augenschein zogen sich das Bezirksgericht und die weiteren Beteiligten ins Gerichtsgebäude zurück, denn der nächste Teil der Verhandlung fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.
Direkt neben dem Gerichtsgebäude sammelten sich derweil Sympathisanten der Angeklagten und machten mit lauter Rap-Musik auf sich aufmerksam. Zwischenzeitlich betraten einige von ihnen das Gerichtsgebäude, mussten dies nach kurzer Zeit aber scheinbar wieder verlassen.

Verhandlung ins Polizeigebäude verlegt

Die Verhandlung sollte eigentlich um 14 Uhr wieder für die Öffentlichkeit zugänglich sein und im Gebäude des Aarauer Bezirksgericht weitergeführt werden. Sie wurde aber ins Gebäude der Kantonspolizei verlegt. Die Sicherheitsvorkehrungen seien nicht gewährleistet, hiess es.

Die Staatsanwaltschaft fordert für die beiden Angeklagten wegen mehrfacher Brandstiftung und Sachbeschädigung je eine Freiheitsstrafe von vier Jahren.



Aargauer Zeitung / 16. Januar 2012

Schweizer Demokraten wollen Bettwiler Demonstranten verklagen


Der Demonstrationszug ztieht nach Fahrwangen ein.. Quelle: Pascal Meier

Teilweise vermummte Demonstranten haben am Sonntag in Bettwil gegen die Bevölkerung und deren Siegesfeier übers gebodigte Asylzentrum demonstriert. Die Bevölkerung wurde dabei unter anderem auch als «Nazis» beschimpft. Der SD geht das zu weit.

Der Gipfel der Frechheit sei, dass Demonstranten «Bomben auf Bettwil» gerufen haben, schreibt die SD Aargau in einer Mitteilung. Sie erachten diese öffentlichen Rufe als Drohung gegen die Bettwiler Bevölkerung. Inakzeptabel ist in ihren Augen auch, dass die Bettwiler Bevölkerung pauschal als Nazis bezeichnet wurden.

Solche Aussagen der Jusos und Linksautonomen etikettiert die Rechtsaussenspartei als diskriminierend und «Bomben auf Bettwil» als Einschüchterung und Drohung.

Sollten die Behörden gegen diese Organisatoren deswegen nicht gerichtlich vorgehen, dann wollen die Schweizer Demokraten eine Strafklage gegen die «Anstifter dieser Demonstration» prüfen. (rsn)

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Aargauer Zeitung / 16. Januar 2012

Jungsozialisten distanzieren sich von Bomben-Parolen




Demonstrationszug durchs Dorf. Quelle: Pascal Meier

Die Schweizer Demokraten drohen den Juso mit einer Klage, weil an der von ihr organisierten Demonstration in Bettwil am Sonntag Nazi- und Bombenparolen zu hören waren. Die Jusos distanzieren sich von solchen Aussagen und kritisieren die SD.

«Mit ihrer Klagedrohung versucht die SD im Nachhinein politischen Profit zu ziehen», sagt der Aargauer Juso-Präsident Florian Vock. Rechtlich sei eine Klage aber aussichtslos. Die Juso könne für Äusserungen von anderen DemonstrationsteilnehmerInnen nicht verantwortlich gemacht werden.

Vock macht auch klar, dass die Person, die «Bomben auf Bettwil» geschrien habe, von den Organisatoren zurecht gewiesen worden sei und sich anschliessend für die unbedachte Aussage entschuldig habe. «Wir distanzieren uns ganz klar von solchen Äusserungen».

Friedliche Demonstration

Vock weist darauf hin, dass die Demonstration sehr friedlich verlaufen sei. «Wir haben auch stets deutlich gemacht, dass unsere Kritik nicht an die Ausübung demokratischer Rechte durch die Bettwiler und Bettwilerinnen gerichtet ist, sondern sich auf die «Freudenfeier» bezieht. Auf dem Buckel der Menschlichkeit und Solidarität feierte ein ganzes Dorf den Sieg gegen Bund und Kanton.»

Die Aargauer Schweizer Demokraten haben am Montag mitgeteilt, dass sie gegen die Organisatoren der Demonstration eine Klage prüfen. Sie betrachten die Rufe «Bomben auf Bettwil» und Nazis als diskriminierend und als Einschüchterung und Drohung.

Sollten die Behörden gegen diese Organisatoren dagegen nicht gerichtlich vorgehen, dann wolle man eine Strafklage gegen die «Anstifter dieser Demonstration» prüfen, so die SD in einer Mitteilung.

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Aargauer Zeitung / 16. Januar 2012

«Bomben auf Bettwil!»: Linksautonome und Juso demonstrieren in Bettwil


Der Protestzug zieht Richtung Gemeindehaus. Quelle: Pascal Meier

Jungsozialisten und Linksautonome haben in Bettwil gegen die Bevölkerung und deren «Menschenhetze» im Asyl-Streit mit dem Bund protestiert. Die Bettwiler verfolgten die Aktion nur als Zaungäste oder blieben auf Anraten des Gemeinderates zu Hause.

von Pascal Meier

«Bettwil, wir sind da, autonome Antifa», hallt es durch die Strassen. Rund 40 Demonstranten ziehen mit Musik und Fahnen zum Gemeindehaus und hinterlegen dort eine Protestnote, in der das Verhalten der Bevölkerung im Kampf gegen die Asylunterkunft kritisiert wird.

Aufgerufen zur Demonstration hatten linke Gruppierungen aus Basel, darunter Vertreter der Juso Basel-Stadt sowie des Grünen Bündnisses. «Wir haben Probleme, weil bei uns Asylplätze fehlen - der Aargau soll auch seinen Beitrag leisten», sagt Sarah Wyss, Präsidentin der Juso Basel Stadt. «Wir Grossstädter möchten Bettwil sagen, dass man gut mit Asylsuchenden zusammenleben kann.»

Bettwiler als «Nazis» beschimpft

Dem Protestruf aus Basel sind auch die Aargauer Jungsozialisten gefolgt. «Es geht uns nicht darum, ob eine Asylunterkunft in Bettwil Sinn macht», sagt Florian Vock, Präsident der Juso Aargau. «Wir sind entsetzt, wie die Bettwiler mit Freudentänzen die Verhinderung der Asylunterkunft gefeiert haben.» Dass sich auch Linksautonome dem Protest angeschlossen haben, ist für Vock kein Problem. «Es ist jeder willkommen und wir haben abgemacht, friedlich zu bleiben.»

Der Protest verläuft ohne Zwischenfälle, auch wenn vermummte Linksautonome die Bettwiler als «Nazis» beschimpfen und «Bomben auf Bettwil» rufen. Die Reaktion darauf fällt jedoch mager aus: Fensterläden sind verschlossen, Strassen mit Ausnahme des grossen Polizeiaufgebots wie leer gefegt und die Protestplakate gegen die Asylunterkunft über Nacht verschwunden.

Nur ein paar Jugendliche verfolgen als Zaungäste den Demonstrationszug, lassen sich aber nicht provozieren. Der Appell des Gemeinderats zeigt damit Wirkung: Die Bettwiler sind Zuhause geblieben. Und wer draussen ist, lässt die Demonstranten wortlos vorbeiziehen.

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