Marco libero! – Eine Übersicht

Grussbotschaft von Marco zum 1. Mai 2014


Liebe GenossInnen!

Schon wieder ein 1.Mai! Und heute Abend hörte ich auf'm Lora x-Versionen und in x-Sprachen den Dauer-Renner des Widerstandes, der PartisanInnenkämpfe «Bella Ciao». Ergriffen. Durchzogen ergriffen. In Anbetracht des Verrates, nach Italiens Pseudo-Befreiung vom Faschismus, am Ziel und Zweck vieler revolutionärer PartisanInnen durch die Instauration einer «auf der Arbeit gegründeten» Republik, mit auf allen Ebenen schamlos recyclierten Faschisten …

Auch in Anbetracht des «Tschüss, du Schöne». Ich könnt mich eher mitbegeistern wenn auch mal «Tschüss, du Schöner, ich zieh in die Berge» oder noch besser «Nix Tschüss, wir Schöne ziehn zusammen in die Berge, in den Kampf», auch als historisch und aktuell eher wahrheitsgemäss, mitgesungen werden könnte.

Auch in Anbetracht der immer dringenderen Notwendigkeit des sowohl metaphorischen als ganz realen «in die Berge ziehen», also in den Kampf ziehen, gegen das irrsinnige techno-kapitalistische Imperatio, das uns besagt wir müssten kollektiv jubilierend und schleunigst beschleunigt in den Abgrund aus Armut globaler Diktatur des Kapitals und schlussendlich der totalen Zerstörung eilen …

Wir sind darum und dann, und nur darum und dann so schön, wenn wir zusammen und unter Überwindung des Patriarchats in den Kampf, in «die Berge» ziehen. In den Kampf, den solidarischen, revolutionären und radikalen Kampf gegen dieses Rennen auf den Abgrund zu, in den Abgrund hinein. Wovon das Patriarchat und die Arbeit in höchster Harmonie zu den grundlegendsten Wurzeln und Quellen gehören! Mitsamt dem Brennstoff dieses Wahnes, dem Antropozentrismus und der Technologie.

Ihr Schöne, Belle persone hier am 1.Mai … Belle weil wir aufgebrochen sind, in die Berge …

ich grüsse und umarm euch alle herzlich und solidarisch, in aller Achtung und Dankbarkeit auch ganz persönlich für eure Solidarität im Kampf drinnen und draussen, von aussen nach innen …

An die Wurzeln also, eben radikal! Denken. Handeln. Voran!

marco camenisch
Lenzburg, 27. April 2014
Quelle


Solidaritätsaktionen

Informationen zum Hunger- und Arbeitsstreik von Marco Camenisch auf Indymedia >>>

Am 5. April 2014 habe wir mit Feuerwerk Marco Camenisch im Knast in Lenzburg gegrüsst. Dieses ausbeuterische System mit seinen Knästen gehört bekämpft und zerstört! Quelle

Am Tag der politischen Gefangenen heute Dienstag, 18. März 2014, haben rund 50 Leute aus verschiedenen Städten einen Spaziergang zum Knast in Winterthru gemacht, wo unsere Genossin Andi Stauffacher seit mehreren Monaten einsitzt. Zudem wurde Marco Camenisch in Lenzburg mit Knallern gegrüsst. Quelle

Heute morgen, 14. Januar 2014, haben wir uns mit Marco Camenisch, der zur Zeit im Lenzburger Hochsicherheitsknast im Hungerstreik ist, solidarisch gezeigt. Wir hängten ein grösseres Transparent auf einem Hügel in Sichtweite des Gefängnishofes. Zeitgleich wurden vor dem Gefängnis Feuerwerkskörper gezündet und Parolen geschrien. Quelle

Am 11. Januar 2014 haben wir aus Solidarität mit Marco den Knast in Lenzburg besucht. Wir grüssten Marco mit Böller und Parolen. Quelle

Ausserdem wurde aus dem Knast in Winterthur, in dem Andi Stauffacher aktuell einsitzt, ein Solidaritätstransparent für Marco Camenisch gehängt. Quelle

Der Revolutionärer Aufbau Schweiz (Quelle) und die Rote Hilfe Schweiz sowie Rote Hilfe Dresden (Quelle) erklären sich solidarisch mit Marco Camenisch.

Am 31. Dezember 2013 gab es in der Tradition der Silvesterknastdemos bei Andi in Zürich und bei Marco in Lenzburg Feuerwerk. Quelle

In Solidarität mit dem seit dem 30. Dezember 2013 im Hungerstreik befindenden Gefangenen Marco Camenisch haben wir, einige SympathisantInnen, im Raum Schwyz Transparente aufgehängt. Quelle


Hungerstreik und Arbeitsstreik

Ist mein solidarischer Beitrag am weltweiten Widerstand und Kampf zur totalen Befreiung inner- und ausserhalb der Mauern, gegen Repression, Klassenjustiz, Knast, Folter, Isolation, Sexismus, Rassismus, Xenophobie, gegen den imperialistischen Krieg, gegen die Vernichtung des Lebens auf dem Planeten. Eine Vernichtung, die sich seit dem Aussterben der Dinosaurier (Meteoriteneinschlag?) jener erdgeschichtlichen Katastrophe noch nie so angenähert hat (z.B. Artensterben). Die heute jedoch durch die patriarchalische technoindustrielle Zivilisation der global mörderischen und terroristischen Herrschaft, Unterdrückung und Ausbeutung durch das Kapital und seine Staaten vorangetrieben und vollbracht wird.

Es ist mein Beitrag zur gemeinsamen revolutionären Solidarität jenseits der Tendenzen, für die Freiheit aller revolutionären Gefangenen und aller Gefangenen weltweit. Es ist ein solidarischer Gruss an alle, die für totale Befreiung kämpfen.

Es ist Beitrag und Aufruf zum Kampf gegen das MörderInnentreff der Herrschenden und Lakaien des WEF in DAVOS (21. bis 24. Januar 2014) wo sie sich in Luxus schwelgend treffen um ihre inneren Gegensätze, die imperialistische Aufteilung der Welt, den imperialistischen Krieg gegen innen und aussen ihrer Länder zur Nachhaltigkeit und zum Wachstum der kapitalistischen Plünderung der Gesellschaften, Völker, „Ressourcen“ und des gesamten Planeten wirtschaftlich, politisch und militärisch auch in Davos effektiver weiterzuverhandeln.

Es ist mein Beitrag und Gruss ans diesjährige Symposium vom 24. bis 26.01.2014 der GenossInnen aus dem türkischen Staat, gegen Imperialismus, Repression, Folter, Isolation F-Typ, mit ihrem reichhaltigen Programm und Grup Yorum Konzert.

Die länger als vorgesehene Dauer und dazu Arbeitsstreik dieser Mobilisierung ist aus folgendem Anlass, den ich als „Nebenanlass“ mit doch besserem Infobedarf umgehend als Teil aber ausserhalb dieser Erklärung nachreichen werde:

Als allgemein missbräuchlich Schikane und Erniedrigung aber auch politische Provokation wurde am 30. Dezember 2013 wegen «Verdacht auf Cannabiskonsum» eine Urinprobe verordnet, was ich, prinzipiell verweigere. So bekam ich vom 30.12.13 bis 04.01.2014 Arrest, und da bei Verweigerung der Test automatisch als positiv bewertet wird, wurde mir im Zuge dieser geballten Ladung an Rechtsbrüchen und -verletzungen auch der PC umgehend entzogen (für 6 Monate). Alles «gemäss Hausordnung», die die PCs als «Unterhaltungselektronik» bezeichnet. Die jedoch für viele Gefangene und erst recht für mich in Wirklichkeit grundlegendes Speicher- und Arbeitsgerät für «alles» sind, und für mich meiner gesamten persönlichen und politischen Beziehungs- und Beitragsarbeit. Was bei plötzlichem PC-Klau natürlich ein enormer Aufwand und Verlust zur Neuorganisierung und Umstellung praktisch von Null auf bedeutet, für den Gefangenen und seine Beziehungen.

Solidarität und Liebe für Andi! Für Gabriel, Monica und Francisco!

Solidarität und Liebe den Gefangenen der VZF in Griechenland, Nicola und Alfredo und allen in Italien und in allen Knästen der Welt!

Solidarität und Liebe den KämpferInnen im «Phönix Projekt», «Green Nemesis», allen FAI/FRI-Zellen und allen Kämpfenden Zellen und Individuen, Gruppen und Völkern weltweit!

Für die totale Befreiung!

marco camenisch
Lenzburg, 6. Januar 2014 (0)
Quelle

05.05.2013 | (A)argrau